Noir · Band 1 einer Reihe
Arturo Luceño
Eine Stadt ohne Gnade. Figuren ohne reine Absichten. Der Auftakt einer Noir-Reihe aus Venezuela.
Über den Autor
Wenig bekannt. Absichtlich.
Was sich sagen lässt: eine Faszination für Städte, die ihre eigenen Regeln schreiben — für den Moment, in dem Hochglanz-Fassaden brüchig werden und der Preis sichtbar wird, den jede Figur für ihre Entscheidungen zahlt. Für das lateinamerikanische Noir-Kino ebenso wie für die klassischen Vorbilder des Genres: keine Held:innen, nur Menschen mit unterschiedlich guten Gründen.
Die Recherche zu „Das Echo von Caracas“ führte tief in ein Thema, das selten im Krimi verhandelt wird: Biopiraterie, der stille Handel mit genetischen Ressourcen. Caracas kennt er nicht nur vom Schreibtisch aus — mehrere Aufenthalte vor Ort, Wege durch die Stadt und bis nach Tovar, Freundschaften, die geblieben sind. Die Stadt trägt in diesem Roman genauso viel Gewicht wie jede Person, die durch sie geht.
Wer hinter dem Namen Arturo Luceño steht, bleibt vorerst offen. Es passt zum Genre: Hier ist ohnehin niemand vollständig, wer er zu sein scheint.
Das Echo von Caracas
Ein Baum am Nordhang des Ávila, den es nur einmal gibt. Ein Schnitt im Dunkeln, eine Probe in flüssigem Stickstoff, ein Frachter in La Guaira mit Ladefreigabe. Kein Zoll, kein Siegel, keiner, der aufhält.
Vero war Polizeikadettin, bis eine Nacht in Las Mercedes das beendete. Heute steht sie im Affenkostüm an der Plaza Venezuela. Was zum Leben fehlt, kommt aus Deutschland, von einem Mann, der ihr schreibt, wann sie Wasser trinken soll. Was sie mit dem Geld macht, fragt er nicht.
Dann holen sie ihre Schwester.
Caracas duldet kein Zögern.
Enthält explizite Gewalt und eine Szene sexueller Machtausübung. Ab 16.
Band 2 ist bereits in Vorbereitung.
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